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Warum ist die Banane fair?

Aktion auf dem Neugrabener Markt am Samstag, 26. September.

Die Musik war schon von weitem zu hören und machte gleich gute Laune. Am 26. September informierten wir an einem Stand im Zentrum von Neugraben über Möglichkeiten, den Kauf von Bananen mit der Verantwortung für Umwelt und Arbeitskräfte zu verbinden.

Der ursprünglich vorgesehene Platz unter dem großen Wandbild, das wir im Juli an der Fassade von „Kaufland“ anbringen ließen, war wegen der Baumaßnahmen in der Marktpassage besetzt und wir mussten unseren Stand vor dem Imbisswagen aufbauen. Dort machten wir die Neugrabener auf unterschiedliche Aspekte beim Thema „Banane“ aufmerksam. Karibische Musik von der „Weltmusik Wilhelmsburg“ sorgte für die passende akustische Untermalung. Ein unterhaltsames Quiz lud neugierige Passanten ein, mit uns ins Gespräch zu kommen: über die Arbeits- und Lebensbedingungen der PlantagenarbeiterInnen, über Umweltaspekte des Bananenanbaus, über die Lebensverhältnisse auf den Frachtschiffen, aber auch über die Vorzüge von Bananen und über Kochrezepte.

Wolfgang Zarth, Sprecher unserer Initiative, erklärte das Anliegen der Aktion so: „Wir wollen niemandem die Banane miesmachen – dafür essen wir sie selbst viel zu gerne. Aber wir wollen diejenigen, die es sich leisten können, dazu ermutigen, sich mit Alternativen zu den konventionellen Bananenmarken zu beschäftigen. Wenn einem Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit wichtig sind, kann man sich an einem Bio-Label orientieren. Und wenn man möchte, dass wenigstens etwas mehr Geld in den Produktionsländern der Bananen bleibt, sollte man auf das Label ‚Faitrade‘ achten. Für beides gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten in Neugraben.“

Zur Unterstützung verteilten wir einen kleinen Einkaufsleitfaden, der sich leicht am Kühlschrank anpinnen lässt.

Die Banane hatten wir als Thema gewählt, weil sie nach dem Apfel das meistgekaufte Obst in Deutschland ist. Jede(r) BundesbürgerIn verzehrt pro Jahr statistisch etwa 100 Bananen.

Wir meinen, mit dem "Fairändern" sollte man im eigenen Stadtteil anfangen. Wenn es auch in Deutschland gelingt, dass jede zweite Banane aus fairem Anbau kommt, so wie die Schweiz es schon seit Jahren vormacht, dann würde das in den Anbauländern wirklich etwas bewirken. Dann würde Armut bekämpft – entsprechend dem UN-Entwicklungsziel Nr. 1, das auch unser Wandbild thematisiert. Faire Bananen werden meist in kleinbäuerlichen, oft familiären Betrieben angebaut und nicht auf riesigen Plantagen, deren wenig umweltfreundliche Bewirtschaftung sich nur für Konzerne lohnt.

Mit der Resonanz auf unseren Info-Stand waren wir sehr zufrieden. Zahlreiche Neugrabener machten mit bei unserem kleinen Bananen-Quiz und freuten sich über den Preis: Einige fair gehandelte Bananen.

Wenn Sie wissen möchten, wo Sie in Neugraben fair gehandelte Bananen kaufen können, klicken Sie hier.